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Meldung vom: 12.05.2016 - 12:12 Uhr

Gabriel präsentiert Strauß neuer Energieeffizienz-Programme

Berlin – Wirtschafts- und Energieminister Sigmar Gabriel (SPD) setzt intensiver auf Energieeffizienz und startet neue Förderprogramme, die auch mit einer breiten Öffentlichkeitskampagne verbunden sind. Ein weiterer Schritt, um den „ehrgeizigen Klimaschutzzielen Deutschlands und den Beschlüssen von Paris Rechnung zu tragen“, teilt das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) mit.

Die Kernelemente der neuen Energieeffizienz-Offensive lauten „Förderung, Beratung und Information“. Es geht um ein Förderprogramm Abwärmenutzung, ein Programm zur Förderung von sogenannten Querschnittstechnologien, um Ausschreibungen für Stromeffizienzmaßnahmen sowie um das Pilotprogramm für Einsparzähler. Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) und der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) begrüßten die Maßnahmen.

Günstigste Energie ist die, die gar nicht verbraucht wird

Gabriel erklärte: "Die sauberste und günstigste Energie ist die, die gar nicht verbraucht wird. Dieses Prinzip müssen wir aber nicht nur fest in unserer Energiepolitik verankern, wir brauchen hierfür auch einen Bewusstseinswandel in unserer Gesellschaft." Das BMWi startet nun die breit angelegte Offensive und stellt hierfür von 2016 bis 2020 über 17 Mrd. Euro für die Förderung von Energieeffizienzmaßnahmen zur Verfügung. Mit dem Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz vom Dezember 2014 und den Beschlüssen zur weiteren Umsetzung der Energiewende vom 1. Juli 2015 hat die Bundesregierung die strategische Ausrichtung der Energieeffizienzpolitik definiert. Ziel ist es die Energieeffizienz im Gebäudebereich voranzubringen, die Energieeffizienz als Rendite und Geschäftsmodell zu etablieren und die Eigenverantwortlichkeit für Energieeffizienz zu erhöhen.

Vier neue Effizienz-Programme plus Informationskampagne
Vier neue Programme werden nun konkret gestartet. Das Förderprogramm zur Abwärmevermeidung und Abwärmenutzung (Start: 1. Mai 2016), das Programm zur Förderung hocheffizienter Querschnittstechnologien (Start: 10. Mai 2016), die "Step up!"-Initiative, in der es um wettbewerbliche Ausschreibung für Stromeffizienzmaßnahmen geht(Start im Juni 2016) sowie das Pilotprogramm Einsparzähler (Start: Mai 2016). Bei der Abwärmenutzung geht es um die Förderung von Investitionen in Abwärmevermeidung und -nutzung in Unternehmen. Ähnliches gilt für die Förderung von Querschnittstechnologien. Auch hier werden Investitionskostenzuschüsse für ausgewählte Technologien gewährt, u.a. für effiziente industrielle Pumpen. Das wettbewerbliche Ausschreibungsmodell für Stromeffizienzmaßnahmen fördert gezielt die Investitionen, die mit den geringsten Förderkosten die höchsten Stromeinsparungen bringen. Mit dem "Pilotprogramm Einsparzähler" fördern wir den neuartige Energiedienstleistungen und Geschäftsmodelle auf Basis digitaler Messgeräte.

Daneben ist ein Bewusstseinswandel bei allen Verbrauchergruppen erforderlich. Daher startet heute als weiterer Baustein der Energieeffizienzoffensive die Informationskampagne "Deutschland macht's effizient". Die Kampagne richtet sich gleichermaßen an private Verbraucher, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen. Sie alle sollen motiviert werden, Wärme und Strom möglichst sparsam einzusetzen. Energieeffizienz lohnt sich, und zwar für jeden von uns. Gleichzeitig heißt das nicht Verzicht, sondern mehr Komfort und modernste Technologien.

dena/VDMA: Zeitpunkt/Richtung stimmen
Die dena, findet, dass die Initiative der Bundesregierung zur richtigen Zeit kommt. Dena-Chef Andreas Kuhlmann sagte: "Es ist Zeit, dass wir mehr über Energieeffizienz reden - und auch mehr dafür tun. Deshalb unterstützt die dena die Kampagne als Botschafter der Energieeffizienz. Deutschland macht's effizient. Wir machen mit." Für VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann stimmt vor allem die Richtung: "Wir müssen deutlicher machen, dass die umweltfreundlichste Energie diejenige ist, die gar nicht erst erzeugt werden muss. Hierzu kann die Energieeffizienzkampagne einen wertvollen Beitrag leisten."

Quelle: IWR Online
© IWR, 2016

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