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Meldung vom: 29.11.2016 - 08:14 Uhr

Steag erfolgreich im Kraftwerks-Schiedsverfahren

Essen – Beim Bau des Steinkohle-Kraftwerks Walsum 10 von Steag ist es zu erheblichen Bauverzögerungen gekommen. Kesselteile mussten ausgetauscht werden. Im Streit zwischen dem Auftraggeber und dem Generalunternehmer gibt es nun ein Schiedsurteil.

Auftraggeber für den Kraftwerksblock Walsum 10 ist eine gemeinsame Projektgesellschaft des deutschen Kohlekraftwerk-Betreibers Steag und des österreichischen Versorgers EVN. Auf der anderen Seite steht das Generalunternehmerkonsortium Hitachi. Die Steag wertet das nun gefällte Urteil im Rahmen des Schiedsverfahrens als „großen Erfolg“.

Kohlekraftwerk geht 2013 statt 2009 in Betrieb
2005 gründeten die Steag und die EVN eine Projektgesellschaft zum Bau des neuen Steinkohlekraftwerkes in Walsum. Mit einem Anteil von 51 Prozent ist Steag Mehrheitsgesellschafter. 2006 wurde mit dem Bau des Kraftwerksblocks mit einer geplanten Bruttoleistung von 790 Megawatt (MW) begonnen. Der Beginn des kommerziellen Betriebs des Kraftwerks Walsum 10 in Duisburg erfolgte im Dezember 2013. Die ursprünglichen Planungen sahen vor, dass die neue Anlage bereits Ende 2009 ans Netz gehen sollte. Dies war jedoch nicht möglich, da im Rahmen der Errichtung unter anderem Maßnahmen zum Austausch von Kesselteilen notwendig waren, mit denen eine Verzögerung des Baufortschritts gegenüber der ursprünglichen Planung einherging.

Schiedsverfahren bei der Pariser Handelskammer
Der Generalunternehmer Hitachi wr nicht bereit, die verursachten Mehrkosten und Schäden zu übernehmen. Daraufhin hatte die Projektgesellschaft im Jahr 2013 ein Schiedsverfahren gegen Hitachi nach der Schiedsordnung beim International Chamber of Commerce (ICC) in Paris eingeleitet. Hitachi hatte Klageabweisung beantragt und eine Widerklage eingereicht. Weitere Nebenverfahren, darunter auch Klagen gegen die Montageversicherung, sind noch bei verschiedenen Gerichten anhängig, teilte Steag mit.

Steag im Umbruch – Kraftwerks-Stilllegungen kosten Arbeitsplätze

Die Steag GmbH, hinter der verschiedene Stadtwerke aus dem Ruhrgebiet stehen, beschäftigt rund 5.900 Mitarbeiter und hat im Jahr 2015 einen Umsatz von 3,6 Mrd. Euro erwirtschaftet. Als einer der größten Stromerzeuger Deutschlands verfügt der Steag-Konzern über eine installierte Kraftwerks-Leistung von insgesamt mehr als 10.000 Megawatt (MW), davon allein rund 8.200 MW in Deutschland. Der Schwerpunkt liegt auf Kohlekraftwerken, doch die Steag befindet sich im Umbruch und will zunächst fünf Steinkohle-Kraftwerksblöcke in Nordrhein-Westfalen sowie im Saarland abschalten, weil sie nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden können.

Quelle: IWR Online
© IWR, 2016

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