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Meldung vom: 21.02.2017 - 10:20 Uhr

Bioethanol-Hersteller verarbeiten mehr Reststoffe

Berlin – Die deutschen Bioethanol-Hersteller haben im vergangenen Jahr deutlich mehr Reststoffe und Abfälle bei der Produktion eingesetzt. Der Großteil der Eingangsstoffe stammt weiterhin aus anderen Quellen.

Die Produktion von Bioethanol lag in Deutschland im Jahr 2016 etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Die Produktion aus Reststoffen und Abfällen ist dabei aber um knapp 60 Prozent angestiegen. Das teilt der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe) mit.

Bioethanol-Produktion konstant – mehr Rest- und Abfallstoffe verwendet
Insgesamt hat Deutschland im Jahr 2016 in den auf Nachhaltigkeit zertifizierten Werken 738.169 Tonnen Bioethanol hergestellt. Das bedeutet einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Prozent (2015: 739.821 Tonnen). Die Bioethanolwerke seien damit erneut gut ausgelastet gewesen, so der BDBE.

Aus sonstigen Stoffen, wie zum Beispiel Resten und Abfällen aus der Lebensmittelindustrie, wurden 12.310 Tonnen Bioethanol hergestellt. Das entspricht einem Anstieg von 56 Prozent gegenüber 2015 (7.884 Tonnen) und bedeutet die größte Menge seit dem Jahr 2009.

Weniger Industrierüben, mehr Futtergetreide
Das meiste Bioethanol wurde 2016 wie auch im Vorjahr aus Futtergetreide hergestellt. In diesem Segment stieg die Bioethanol-Produktion um 14 Prozent auf 534.589 Tonnen (2015: 467.727 Tonnen). Das verarbeitete Futtergetreide entspricht 1,2 Prozent der deutschen Getreideernte von 45,3 Mio. Tonnen im Jahr 2016.

Die Produktion aus Industrierüben ging dagegen um 28 Prozent auf 191.270 Tonnen Bioethanol zurück (2015: 264.655 Tonnen). Damit wurden 8,5 Prozent der geschätzten deutschen Zucker- und Industrierübenernte 2016/17 in der Bioethanolproduktion eingesetzt.

BDBe erwartet steigende Nachfrage nach Super E10
Durch Bioethanol konnte 2016 eine zertifizierte CO2-Minderung von 70 Prozent gegenüber fossilem Benzin erreicht werden, wie Dietrich Klein, BDBe-Geschäftsführer erläutert. Bioethanol wird in Deutschland den Treibstoffen Super und Super E10 beigemischt. „Es ist zu erwarten, dass dieser hervorragende Wert sich positiv auf den Absatz von Super E10 auswirken wird“, so Klein. Seit dem 1. Januar 2017 müssen Mineralölunternehmen für alle verkauften Kraftstoffe eine CO2-Minderung in Höhe von 4,0 Prozent nachweisen. Im Jahr 2016 lag das Minderungsziel noch bei 3,5 Prozent.

Quelle: IWR Online
© IWR, 2017

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